Denada Jushi
„Ich renne von einer Apotheke zur anderen, obwohl ich 78 Jahre alt bin, auf der Suche nach Blutdruckmedikamenten; manchmal finde ich sie nicht und die Apotheker wollen mir ähnliche geben, und manchmal sind sie zu spät, wenn ich sie bestelle“, erzählt uns ein Bürger in der Nähe von 21 December.
Aber warum gibt es heute keine Medikamente?
In Albanien ist das Problem der Medikamentenversorgung nicht nur in Apotheken, sondern oft auch in Krankenhäusern zu finden.
Es herrscht zwar ein Mangel, aber in manchen Fällen sind die Bürger auch mit dem Handel von abgelaufenen Medikamenten und Unsicherheiten hinsichtlich deren Qualität konfrontiert.
Offensichtlich mangelt es diesem System im Land an Kontrolle und Transparenz.
Dieses Problem spiegelte sich auch deutlich auf der kürzlich in Tirana abgehaltenen Nationalen Pharmakonferenz wider, wo entsprechende Diskussionen stattfanden. Einerseits bekräftigte die Regierung ihr Engagement für eine Reform und Modernisierung des Sektors, andererseits äußerten Marktteilnehmer Bedenken hinsichtlich mangelnder Transparenz und zentralisierter Entscheidungsfindung, die ihrer Ansicht nach einem sensiblen Sektor schade.
Darüber hinaus brachten Vertreter der pharmazeutischen Industrie konkrete Beispiele für diese Probleme aus ihrer Erfahrung vor.
Einer der Punkte betrifft die Art und Weise, wie Arzneimittelpreise festgelegt und Listen aktualisiert werden. Diese Prozesse finden ihrer Ansicht nach ohne Rücksprache und ohne ausreichende Information der Betroffenen statt.
Ein weiterer Fall ist die Aufnahme von rezeptfreien Medikamenten in die Preiskontrollliste, was laut Kritikern ungewöhnlich sei. Dies habe zum Rückzug mehrerer bekannter Marken vom Markt geführt und Versorgungslücken verursacht.
Die Aussage, dass albanische Staatsbürger gezwungen sind, Paracetamol oder Ibuprofen aus dem Ausland über Freunde oder Verwandte zu bestellen, ist nicht einfach ihr Wunsch, sondern die Folge davon, dass sie sich in Albanien nicht so verhalten.
Die Probleme beschränken sich nicht auf Preise und Angebot. Die Prüfdaten zeigen eine noch besorgniserregendere Situation.
Raportet e Kontrollit të Lartë të Shtetit, über die Jahre, evidentojnë se mbi 102 mijë njësi ilaçesh të skaduara kanë hyrë në treg, duke rrezikuar drejtpërdrejt shëndetin e pacientëve. Po ashtu, janë konstatuar raste të shpërndarjes së medikamenteve spitalore në treg, duke treguar mungesë kontrolli në zinxhirin e furnizimit dhe përfshirje në listat e rimbursimit të ilaçeve pa çmim të miratuar apo pa kontrata furnizimi.
Nach den Erkenntnissen von Raportit të Auditimit Financiar dhe të Përputhshmërisë në Fondin e Sigurimit të Detyrueshëm të Kujdesit Shëndetësor, KLSH ka evidentuar dobësi serioze në mbikëqyrjen e zinxhirit farmaceutik, që prekin si furnizimin e qytetarëve, ashtu edhe mbrojtjen e fondeve publike.
Në disa depo farmaceutike janë konstatuar mijëra njësi barnash të skaduara prej më shumë se një viti, me vlera që arrijnë në dhjetëra milionë lekë. Sipas raportit, procedurat për asgjësimin e tyre nuk janë ndjekur me dokumentacion të plotë, çka rrit rrezikun që barna të tilla të rikthehen në qarkullim ose të mos gjurmohen siç duhet.
Nga ana tjetër, auditimi evidentoi edhe mungesa konkrete të ilaçeve të rimbursueshme në farmaci. Për dhjetëra barna nuk rezultonin kontrata furnizimi me importuesit, ndërsa për disa të tjera janë raportuar probleme me rinovimin e licencave apo ndërprerje prodhimi. Në praktikë, kjo ka sjellë boshllëqe në treg dhe vështirësi për pacientët që varen nga trajtimet periodike.
KLSH ngre shqetësim edhe për kontrollet e pamjaftueshme ndaj depove farmaceutike, mospërputhje të konsiderueshme në inventarë dhe mungesë verifikimi në terren për rastet kur raportohen mungesa ilaçesh. Sipas audituesve, sistemi ka funksionuar më shumë mbi deklarime administrative sesa mbi kontrolle reale.
In dieser Hinsicht zeigt der Vergleich mit den Ländern der Europäischen Union deutliche Unterschiede. In den EU-Ländern basiert das Arzneimittelsystem auf strengen Regulierungen, der Konsultation von Marktteilnehmern und einer rigorosen und lückenlosen Qualitätskontrolle in jedem Glied der Lieferkette. Die Zulassungsbehörden arbeiten unabhängig und unterliegen hohen Sicherheitsstandards.
Albanien hat zwar Schritte zur Annäherung an europäische Rechtsvorschriften unternommen, insbesondere nach den Marktliberalisierungsmaßnahmen von 2015, doch scheinen diese Reformen ohne die notwendigen Kontrollmechanismen erfolgt zu sein. Die unkontrollierte Liberalisierung hat den Weg für den Import von Arzneimitteln aus Nicht-EU-Märkten geebnet und Zweifel an deren Qualität und Sicherheit aufkommen lassen.
Es ist daher unklar, wie lange die Bürger noch nach Medikamenten „suchen“ müssen und vor allem sicherstellen müssen, dass diese nicht abgelaufen sind.
Es ist jedoch sicher, dass wir weiterhin Anfragen von Angehörigen erhalten werden, die zumindest unsere Medikamente aus der EU beziehen möchten, da wir nicht in der Lage sind, Standards wie die EU zu schaffen./acqj.al